Warum du beim Q10-Kauf oft vor einem Rätsel stehst

Stell dir vor, du stehst im Reformhaus vor dem Regal mit Nahrungsergänzungsmitteln. Du hast von Q10 gehört und möchtest es ausprobieren. Doch dann siehst du: Q10 pur, Q10 mit Öl, Q10 plus verschiedene Vitamine. Die Auswahl erschlägt dich förmlich. Welches Produkt ist das richtige für dich?

Diese Verwirrung kennen viele Menschen. Q10-Kombinationen sind heute der Standard in hochwertigen Produkten. Denn Forscher haben entdeckt, dass Q10 zusammen mit bestimmten Partnerstoffen deutlich besser wirkt. Allein genommen verschenkt es einen Teil seines Potenzials.

In diesem Artikel erfährst du alles über sinnvolle Q10-Kombinationen. Du lernst, welche Partnerstoffe wirklich helfen. Am Ende weisst du genau, worauf du beim Kauf achten solltest. Keine Vorkenntnisse nötig – wir starten ganz am Anfang.

Was sind Q10-Kombinationen eigentlich?

Q10-Kombinationen sind Produkte, die Coenzym Q10 mit anderen Wirkstoffen vereinen. Coenzym Q10 ist ein körpereigener Stoff, den jede deiner Zellen braucht. Er hilft dabei, Energie zu produzieren. Ohne Q10 könnten deine Zellen nicht richtig arbeiten.

Stell dir Q10 wie den Motor eines Autos vor. Dieser Motor braucht aber auch Öl, Benzin und Kühlwasser. Erst wenn alles zusammenkommt, läuft der Motor rund. Genauso verhält es sich mit Q10 in deinem Körper. Es braucht bestimmte Partnerstoffe, um optimal zu funktionieren.

Eine Q10-Kombination ist also wie ein gut abgestimmtes Team. Jeder Spieler bringt seine Stärken ein. Gemeinsam erreichen sie mehr als jeder Einzelne. Das nennen Fachleute einen Synergieeffekt. Synergie bedeutet, dass die Gesamtwirkung grösser ist als die Summe der Einzelteile.

Die vier Grundprinzipien von Q10-Kombinationen

Bevor wir tiefer einsteigen, solltest du vier wichtige Punkte verstehen. Diese bilden das Fundament für alle weiteren Informationen. Sie helfen dir, die Logik hinter den Kombinationen zu verstehen.

  • Q10 ist fettlöslich und braucht Fett zur Aufnahme
  • Antioxidantien ergänzen sich gegenseitig
  • Die Bioverfügbarkeit bestimmt, wie viel wirklich ankommt
  • Alter und Lebensstil beeinflussen den Q10-Bedarf

Diese Punkte werden wir nun Schritt für Schritt durchgehen. Dabei wirst du verstehen, warum bestimmte Kombinationen sinnvoll sind. Und warum andere weniger Sinn ergeben.

Warum Q10 allein oft nicht reicht

Dein Körper produziert Q10 selbst. Mit etwa 25 Jahren erreicht diese Produktion ihren Höhepunkt. Danach nimmt sie langsam ab. Mit 50 Jahren hast du bereits deutlich weniger Q10 in deinen Zellen.

Hier kommt ein wichtiges Konzept ins Spiel: die Bioverfügbarkeit. Dieses Wort klingt kompliziert, ist aber einfach erklärt. Bioverfügbarkeit bedeutet, wie viel von einem eingenommenen Stoff tatsächlich in deinem Blut ankommt. Bei Q10 ist diese Aufnahme von Natur aus begrenzt.

Stell dir vor, du giesst Wasser in ein Sieb. Ein Teil fliesst durch, ein Teil geht verloren. So ähnlich verhält es sich mit Q10 im Darm. Bestimmte Partnerstoffe können dieses “Sieb” quasi engmaschiger machen. Dadurch kommt mehr Q10 dort an, wo es gebraucht wird.

Die Rolle von Fett bei der Q10-Aufnahme

Q10 ist fettlöslich. Das bedeutet, es löst sich in Fett auf, nicht in Wasser. Nimmst du Q10 auf nüchternen Magen, kann dein Körper es schlecht aufnehmen. Es fehlt das Transportmittel. Deshalb enthalten gute Q10-Produkte oft bereits Öl.

Omega-3-Fettsäuren sind besonders beliebte Partner für Q10. Sie liefern nicht nur das nötige Fett. Sie haben auch eigene positive Wirkungen auf Herz und Gehirn. Diese Kombination ergibt dadurch doppelt Sinn. Die Fettsäuren verbessern die Aufnahme und bringen zusätzlichen Nutzen.

Auch Olivenöl oder andere hochwertige Pflanzenöle eignen sich gut. Manche Hersteller verwenden MCT-Öl. MCT steht für mittelkettige Triglyceride. Diese speziellen Fette werden besonders schnell vom Körper aufgenommen.

Das Wichtigste in Kürze: Grundlagen der Q10-Kombinationen

Merke dir diese Punkte:

  • Q10 arbeitet nie allein in deinem Körper
  • Fett ist zwingend nötig für die Aufnahme
  • Kombinationsprodukte nutzen Synergieeffekte
  • Die Qualität der Partnerstoffe ist genauso wichtig wie die Q10-Qualität
  • Dein Alter beeinflusst, welche Kombination sinnvoll ist

Die wichtigsten Partnerstoffe für Q10

Nicht jede Kombination ist gleich wertvoll. Einige Partnerstoffe ergänzen Q10 perfekt. Andere sind eher Beiwerk ohne grossen Mehrwert. Im Folgenden lernst du die echten Teamplayer kennen.

Vitamin E – Der klassische Schutzpartner

Vitamin E und Q10 sind wie Feuerwehrleute, die zusammen arbeiten. Beide gehören zur Gruppe der Antioxidantien. Antioxidantien schützen deine Zellen vor sogenannten freien Radikalen. Freie Radikale sind aggressive Moleküle, die Zellschäden verursachen können.

Das Besondere an dieser Kombination: Vitamin E regeneriert verbrauchtes Q10. Wenn Q10 ein freies Radikal unschädlich gemacht hat, wird es selbst “verbraucht”. Vitamin E kann es wieder aktivieren. So verlängert Vitamin E die Wirkdauer von Q10 in deinem Körper erheblich.

Diese gegenseitige Unterstützung nennen Wissenschaftler antioxidatives Netzwerk. Q10 und Vitamin E arbeiten darin Hand in Hand. Fehlt einer der Partner, muss der andere mehr leisten. Das reduziert die Gesamtwirkung deutlich.

Alpha-Liponsäure – Der vielseitige Helfer

Alpha-Liponsäure ist ein weiterer wichtiger Antioxidans-Partner. Sie hat eine besondere Eigenschaft: Sie ist sowohl fett- als auch wasserlöslich. Dadurch kann sie in verschiedenen Bereichen deiner Zellen wirken.

Stell dir vor, du putzt dein Zuhause. Manche Reiniger funktionieren nur auf glatten Oberflächen. Andere nur auf Textilien. Alpha-Liponsäure ist wie ein Allzweckreiniger. Sie wirkt überall in der Zelle, wo sie gebraucht wird.

Zusammen mit Q10 entsteht ein umfassender Zellschutz. Die Alpha-Liponsäure erreicht Bereiche, die für Q10 schwer zugänglich sind. Ausserdem kann sie wie Vitamin E verbrauchtes Q10 regenerieren. Diese doppelte Unterstützung macht sie zum wertvollen Teampartner.

Selen – Der Schilddrüsen-Freund

Selen ist ein Spurenelement mit wichtigen Funktionen. Es unterstützt dein Immunsystem und deine Schilddrüse. Gleichzeitig verstärkt es die antioxidative Wirkung von Q10.

In der Schweiz haben viele Menschen einen leichten Selenmangel. Die Böden hier enthalten weniger Selen als in anderen Regionen. Dadurch gelangt auch weniger Selen in unsere Nahrung. Eine Ergänzung kann daher sinnvoll sein.

Q10-Produkte mit Selen bieten dir zwei Vorteile auf einmal. Du deckst einen möglichen Selenmangel ab. Gleichzeitig profitierst du von der verstärkten Q10-Wirkung. Achte jedoch auf die Dosierung. Bei Selen gilt: Mehr ist nicht immer besser.

Ubiquinon oder Ubiquinol – Welche Form kombinieren?

Bevor du eine Kombination wählst, solltest du die Q10-Form verstehen. Es gibt nämlich zwei verschiedene Formen dieses Coenzyms. Beide haben ihre Berechtigung. Die Wahl hängt von deiner persönlichen Situation ab.

Ubiquinon – Die ursprüngliche Form

Ubiquinon ist die oxidierte Form von Q10. Oxidiert bedeutet hier nicht “schlecht”. Es beschreibt einen chemischen Zustand. Diese Form wird seit Jahrzehnten in Nahrungsergänzungsmitteln verwendet.

Dein Körper kann Ubiquinon aufnehmen und selbst in die aktive Form umwandeln. Bei gesunden Menschen unter 40 funktioniert das meist gut. Die Umwandlung geschieht schnell und effizient.

Ubiquinon ist günstiger in der Herstellung. Deshalb sind diese Produkte oft preiswerter. Für jüngere Menschen ohne Gesundheitsprobleme ist diese Form völlig ausreichend.

Ubiquinol – Die aktive Form

Ubiquinol ist die bereits reduzierte, aktive Form von Q10. Reduziert ist hier ein Fachbegriff aus der Chemie. Er bedeutet, dass der Stoff direkt einsatzbereit ist. Dein Körper muss ihn nicht mehr umwandeln.

Mit zunehmendem Alter lässt die Umwandlungsfähigkeit nach. Auch bei bestimmten Erkrankungen kann sie eingeschränkt sein. In diesen Fällen ist Ubiquinol die bessere Wahl. Es wird direkt aufgenommen und genutzt.

Ubiquinol ist empfindlicher und schwieriger herzustellen. Deshalb kosten diese Produkte mehr. Doch für Menschen über 50 oder bei erhöhtem Bedarf lohnt sich die Investition.

Zwischenfazit: Die richtige Form wählen

Die Wahl zwischen Ubiquinon und Ubiquinol beeinflusst die Kombination. Beide Formen profitieren von den gleichen Partnerstoffen. Doch die optimale Kombination berücksichtigt auch dein Alter und deine Bedürfnisse.

  • Unter 40 Jahre: Ubiquinon-Kombinationen sind meist ausreichend
  • 40 bis 60 Jahre: Ubiquinol wird empfehlenswert
  • Über 60 Jahre: Ubiquinol mit hoher Bioverfügbarkeit bevorzugen
  • Bei Herzproblemen: Immer ärztlichen Rat einholen

Spezielle Kombinationen für verschiedene Ziele

Je nach deinem persönlichen Ziel eignen sich unterschiedliche Kombinationen. Ein Sportler hat andere Bedürfnisse als jemand, der sein Herz schützen möchte. Hier findest du Orientierung für typische Anwendungsziele.

Für mehr Energie im Alltag

Fühlst du dich oft müde und schlapp? Dann ist eine energiefokussierte Kombination sinnvoll. Q10 spielt eine zentrale Rolle bei der Energiegewinnung in deinen Mitochondrien. Mitochondrien sind die Kraftwerke deiner Zellen. Sie wandeln Nährstoffe in nutzbare Energie um.

Eine gute Energie-Kombination enthält neben Q10 auch B-Vitamine. Diese Vitamine sind ebenfalls an der Energieproduktion beteiligt. Sie arbeiten quasi in der gleichen Fabrik wie Q10. Gemeinsam läuft die Energieerzeugung runder.

Magnesium ist ein weiterer wichtiger Partner für Energie. Dieser Mineralstoff ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt. Ohne ausreichend Magnesium stockt die Energieproduktion. Die Dreier-Kombination aus Q10, B-Vitaminen und Magnesium gilt als klassische Energie-Formel.

Für ein gesundes Herz

Dein Herz verbraucht enorm viel Energie. Es schlägt rund 100’000 Mal pro Tag. Daher hat es einen besonders hohen Q10-Bedarf. Bei Herz-Kreislauf-Belastungen ist eine gezielte Kombination ratsam.

Omega-3-Fettsäuren sind hier der ideale Partner. Sie unterstützen die Herzfunktion auf ihre eigene Weise. Sie helfen, die Blutfettwerte zu regulieren. Gemeinsam mit Q10 entsteht ein umfassender Herzschutz.

Auch L-Carnitin wird oft in Herz-Formeln eingesetzt. Dieser Stoff transportiert Fettsäuren in die Mitochondrien. Dort können sie zur Energiegewinnung genutzt werden. Das Herz bevorzugt Fett als Energiequelle. L-Carnitin und Q10 arbeiten daher perfekt zusammen.

Für Haut und Anti-Aging

Q10 wird auch in der Hautpflege geschätzt. Es schützt die Hautzellen vor Alterungsprozessen. Doch auch von innen kannst du deine Haut unterstützen. Eine Anti-Aging-Kombination setzt hier an.

Kollagen ist ein beliebter Partner in solchen Formeln. Es ist das Strukturprotein deiner Haut. Mit zunehmendem Alter nimmt der Kollagengehalt ab. Eine Ergänzung kann die Hautstruktur von innen unterstützen.

Vitamin C spielt dabei eine wichtige Rolle. Es wird für die körpereigene Kollagenbildung benötigt. Gleichzeitig ist es selbst ein starkes Antioxidans. Die Kombination aus Q10, Kollagen und Vitamin C bildet ein effektives Anti-Aging-Trio.

Das Wichtigste in Kürze: Kombinationen nach Zielen

Ziel Empfohlene Partner
Mehr Energie B-Vitamine, Magnesium
Herzgesundheit Omega-3, L-Carnitin
Haut & Anti-Aging Kollagen, Vitamin C
Zellschutz Vitamin E, Alpha-Liponsäure
Sport & Fitness L-Carnitin, Kreatin

Wie du die Qualität einer Q10-Kombination erkennst

Nicht alle Q10-Produkte sind gleichwertig. Die Qualität variiert stark zwischen Herstellern. Mit einigen einfachen Kriterien kannst du gute von minderwertigen Produkten unterscheiden.

Die Q10-Quelle und Herstellung

Hochwertiges Q10 wird durch Fermentation hergestellt. Bei diesem Verfahren produzieren Hefekulturen das Q10 auf natürliche Weise. Das Ergebnis ist sehr rein und gut verträglich.

Kaneka ist ein bekannter japanischer Hersteller von Premium-Q10. Viele hochwertige Produkte verwenden Kaneka Q10 als Basis. Wenn du diese Angabe auf der Verpackung findest, ist das ein gutes Zeichen.

Günstigeres Q10 wird manchmal chemisch synthetisiert. Die Qualität kann dann schwanken. Auch die Reinheit ist nicht immer garantiert. Bei Billigangeboten solltest du daher vorsichtig sein.

Die Formulierung und Bioverfügbarkeit

Eine gute Formulierung verbessert die Aufnahme deutlich. Moderne Technologien wie Mizellierung erhöhen die Bioverfügbarkeit. Mizellen sind winzige Transportkügelchen, die Q10 einhüllen. Dadurch kann es besser vom Darm aufgenommen werden.

Produkte mit MyCell-Technologie nutzen beispielsweise dieses Prinzip. Das Q10 wird in natürlichem Gummi arabicum eingebettet. Diese Hülle schützt es und verbessert den Transport. Die Aufnahme kann dadurch um ein Vielfaches steigen.

Liposomale Formulierungen funktionieren ähnlich. Hier wird Q10 in Phospholipid-Hüllen verpackt. Diese ähneln deinen Zellmembranen. Dadurch verschmelzen sie leicht mit deinen Zellen und geben Q10 direkt ab.

Die Qualität der Partnerstoffe

Bei Kombiprodukten zählt nicht nur das Q10. Auch die Partnerstoffe müssen hochwertig sein. Ein tolles Q10 in Kombination mit minderwertigen Vitaminen ergibt kein gutes Produkt.

Achte auf natürliche Formen der Vitamine. Synthetische Varianten sind günstiger, aber oft weniger wirksam. Bei Vitamin E ist die Unterscheidung besonders wichtig. Natürliches Vitamin E (d-alpha-Tocopherol) wird besser aufgenommen als synthetisches (dl-alpha-Tocopherol).

Transparente Hersteller geben die genauen Formen an. Sie verstecken sich nicht hinter allgemeinen Begriffen. Je mehr Details auf der Verpackung stehen, desto vertrauenswürdiger ist meist das Produkt.

Praktische Anwendung: Schritt für Schritt

Du hast nun viel Wissen gesammelt. Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. Die folgenden Schritte helfen dir, Q10-Kombinationen richtig einzusetzen.

Schritt 1: Deinen Bedarf einschätzen

Überlege zunächst, was du erreichen möchtest. Geht es dir um mehr Energie? Um Herzschutz? Oder um Anti-Aging? Dein Ziel bestimmt die ideale Kombination.

Berücksichtige auch dein Alter. Unter 40 genügt oft eine einfache Kombination. Mit zunehmendem Alter steigt der Bedarf. Auch die Q10-Form (Ubiquinon oder Ubiquinol) solltest du altersgerecht wählen.

Hast du gesundheitliche Einschränkungen? Bei Herzerkrankungen oder Diabetes solltest du unbedingt mit deinem Arzt sprechen. Q10 kann mit bestimmten Medikamenten wechselwirken. Sicherheit geht immer vor.

Schritt 2: Das richtige Produkt auswählen

Suche nun ein Produkt, das zu deinem Bedarf passt. Achte auf die bereits genannten Qualitätskriterien. Die Q10-Form, die Partnerstoffe und die Formulierung sind entscheidend.

Lies die Zutatenliste genau. Stehen dort viele Zusatzstoffe wie Füllstoffe oder Farbstoffe? Das ist meist kein gutes Zeichen. Hochwertige Produkte kommen mit wenigen, sinnvollen Zutaten aus.

Vergleiche auch den Preis pro Tagesdosis. Ein günstiges Produkt mit niedriger Dosierung kann letztlich teurer sein. Rechne immer auf die tatsächliche Q10-Menge pro Tag um.

Schritt 3: Die richtige Einnahme

Der beste Zeitpunkt für Q10 ist morgens oder mittags mit einer Mahlzeit. Die Mahlzeit sollte etwas Fett enthalten. Ein Frühstück mit Butter, Avocado oder Nüssen ist ideal.

Nimm Q10 nicht abends ein. Es kann die Energieproduktion ankurbeln und den Schlaf stören. Bei empfindlichen Menschen kann das zu Einschlafproblemen führen.

Halte dich an die empfohlene Dosierung. Mehr hilft nicht automatisch mehr. Dein Körper kann nur eine begrenzte Menge auf einmal aufnehmen. Überschüssiges Q10 wird einfach ausgeschieden.

Häufige Anfängerfehler vermeiden

Viele Menschen machen zu Beginn ähnliche Fehler. Hier die häufigsten Stolpersteine und wie du sie umgehst:

  • Fehler: Q10 auf nüchternen Magen nehmen → Lösung: Immer mit fetthaltiger Mahlzeit
  • Fehler: Sofortige Wirkung erwarten → Lösung: Mindestens 4-8 Wochen Geduld
  • Fehler: Das billigste Produkt kaufen → Lösung: Qualität vor Preis
  • Fehler: Zu hohe Dosen nehmen → Lösung: Bei empfohlener Menge bleiben
  • Fehler: Unregelmässig einnehmen → Lösung: Tägliche Routine etablieren

Wechselwirkungen und Vorsichtsmassnahmen

Q10 gilt als sehr sicher und gut verträglich. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten. Bestimmte Situationen erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Medikamente, die beachtet werden sollten

Statine senken den Cholesterinspiegel. Sie sind weit verbreitet und effektiv. Doch sie können auch den Q10-Spiegel im Körper senken. Bei Statin-Einnahme ist eine Q10-Ergänzung oft sinnvoll.

Blutverdünner wie Warfarin können mit Q10 interagieren. Q10 kann die Wirkung dieser Medikamente leicht abschwächen. Wenn du Blutverdünner nimmst, sprich unbedingt mit deinem Arzt.

Auch Blutdruckmedikamente können beeinflusst werden. Q10 hat selbst einen leicht blutdrucksenkenden Effekt. Das kann positiv sein, erfordert aber möglicherweise eine Anpassung der Medikamentendosis.

Besondere Personengruppen

Schwangere und stillende Frauen sollten vorsichtig sein. Es gibt nicht genug Studien zu dieser Gruppe. Zur Sicherheit sollte vor der Einnahme ein Arzt konsultiert werden.

Bei geplanten Operationen wird oft empfohlen, Q10 vorher abzusetzen. Es könnte die Blutgerinnung leicht beeinflussen. Informiere deinen Arzt rechtzeitig über alle Nahrungsergänzungsmittel.

Menschen mit sehr niedrigem Blutdruck sollten ebenfalls aufpassen. Die blutdrucksenkende Wirkung von Q10 könnte hier unerwünscht sein. Beobachte dich genau und reduziere die Dosis bei Problemen.

Checkliste für deine Q10-Kombination

Vor dem Kauf prüfen:

  • ☐ Welche Q10-Form? (Ubiquinon oder Ubiquinol)
  • ☐ Welche Dosierung pro Kapsel/Dosis?
  • ☐ Welche Partnerstoffe sind enthalten?
  • ☐ Ist ein Trägerfett enthalten?
  • ☐ Welche Technologie zur Aufnahmeverbesserung?
  • ☐ Sind die Inhaltsstoffe transparent deklariert?
  • ☐ Gibt es unnötige Zusatzstoffe?
  • ☐ Woher stammt das Q10? (z.B. Kaneka)

Bei der Einnahme beachten:

  • ☐ Mit fetthaltiger Mahlzeit einnehmen
  • ☐ Morgens oder mittags, nicht abends
  • ☐ Regelmässig einnehmen
  • ☐ Mindestens 4-8 Wochen durchhalten
  • ☐ Bei Beschwerden Dosis reduzieren oder absetzen

Zusammenfassung: Deine fünf Kernerkenntnisse

Du hast nun einen umfassenden Überblick über Q10-Kombinationen gewonnen. Hier sind die fünf wichtigsten Punkte, die du mitnehmen solltest:

  1. Q10 wirkt besser im Team: Einzeln eingenommen verschenkt Q10 Potenzial. Partnerstoffe wie Vitamin E, Omega-3 oder Alpha-Liponsäure verstärken die Wirkung deutlich.
  2. Fett ist unverzichtbar: Als fettlöslicher Stoff braucht Q10 Fett zur Aufnahme. Gute Produkte enthalten bereits Öl. Nimm Q10 immer mit einer fetthaltigen Mahlzeit ein.
  3. Die Form zählt: Ubiquinon eignet sich für jüngere Menschen. Ubiquinol ist die bessere Wahl für Menschen über 50 oder bei erhöhtem Bedarf.
  4. Qualität vor Preis: Hochwertige Rohstoffe und moderne Technologien machen einen grossen Unterschied. Günstige Produkte sparen oft an der falschen Stelle.
  5. Geduld ist wichtig: Q10 zeigt seine Wirkung nicht über Nacht. Der Körper braucht Zeit, um die Speicher aufzufüllen. Plane mindestens 4-8 Wochen ein.

Deine nächsten Schritte

Du bist nun gut vorbereitet, um eine informierte Entscheidung zu treffen. Überlege, welches Ziel für dich am wichtigsten ist. Wähle dann eine passende Kombination aus.

Beginne mit einer moderaten Dosierung. Beobachte, wie dein Körper reagiert. Nach einigen Wochen kannst du bei Bedarf anpassen. Höre auf deinen Körper – er gibt dir wichtige Signale.

Wenn du tiefer ins Thema einsteigen möchtest, beschäftige dich mit den einzelnen Partnerstoffen. Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Magnesium bieten jeweils eigene spannende Welten. Jeder dieser Bereiche kann deine Gesundheit auf seine Weise unterstützen.

Häufige Fragen zu Q10-Kombinationen

Kann ich verschiedene Q10-Produkte kombinieren?

Das ist meist nicht nötig und nicht empfehlenswert. Ein gut zusammengestelltes Kombinationsprodukt enthält bereits alles Wichtige. Mehrere Produkte gleichzeitig können zu Überdosierungen einzelner Stoffe führen. Wenn du unterschiedliche Ziele verfolgst, wähle ein Produkt, das mehrere davon abdeckt.

Wie lange sollte ich Q10 einnehmen?

Q10 kann dauerhaft eingenommen werden. Da dein Körper mit zunehmendem Alter weniger produziert, macht eine langfristige Ergänzung Sinn. Viele Menschen nehmen Q10 über Jahre hinweg. Eine Pause ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht nötig.

Kann ich Q10 über die Nahrung aufnehmen?

Ja, aber nur in geringen Mengen. Q10 findet sich in Fleisch, Fisch, Nüssen und einigen Gemüsesorten. Die Mengen reichen jedoch kaum aus, um einen Mangel auszugleichen. Eine Ergänzung ist daher oft sinnvoll, besonders ab dem mittleren Alter.

Woran merke ich, dass Q10 wirkt?

Viele Menschen berichten von mehr Energie und weniger Müdigkeit. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit kann sich verbessern. Die Veränderungen sind oft subtil. Manche merken sie erst, wenn sie Q10 eine Weile absetzen. Dann fällt ihnen auf, was zuvor besser war.

Ist Q10 auch für Vegetarier und Veganer geeignet?

Ja, es gibt pflanzliche Q10-Produkte. Achte auf die Kapselhulle – sie sollte aus pflanzlicher Cellulose bestehen. Auch die Trägerfette sollten pflanzlichen Ursprungs sein. Fermentiertes Q10 ist von Natur aus vegan, da es von Hefen produziert wird.